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Äthiopien

Amtspresse Preußens (Volltext):

Äthiopien
Äthiopien – zur Zeit des Kaiserreiches im Ausland auch als Abessinien bekannt, was als kultur-geographischer Begriff eigentlich nur das Hochland bezeichnet – ist ein Binnenstaat im Nord-Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, den Südsudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Äthiopien nimmt auf dem Human Development Index aktuell (Stand 2010) den Platz 157 (von insgesamt 182 Ländern, für die Informationen vorliegen) ein, hierbei hat es sich in den letzten Jahren durchschnittlich um einen Platz pro Jahr verbessert. Äthiopien mit seinen historischen Vorgängern gilt als der älteste noch bestehende Staat der Welt, die Geschichte seiner Vorgängerstaaten Da'amot, Axum und das Kaiserreich Abessinien reicht bis ins 9. Jahrhundert v. Chr. zurück. Abgesehen von einer kurzzeitigen Besetzung vor und während des Zweiten Weltkrieges durch das damals faschistische Königreich Italien ist Äthiopien der einzige Staat Afrikas, der nie unter europäische Kolonialherrschaft gefallen war. Nach dem Weltkrieg modernisierte Kaiser Haile Selassie das Land teilweise. 1974 wurde die Monarchie gestürzt, das darauf folgende kommunistische Regime wird, unter anderem wegen einer teils von ihm verschuldeten Hungersnot, als eine der repressivsten Diktaturen Afrikas angesehen. 1991 stürzten die Rebellengruppen EPRDF, TPLF und EPLF unter Führung von Meles Zenawi die vom Ostblock unterstützte Militärdiktatur in einem Bürgerkrieg. Die EPRDF hat sich als Regierungspartei etabliert und regiert unter einem föderalen System weiterhin semi-autoritär.


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