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Französische Süd- und Antarktisgebiete

Französische Süd- und Antarktisgebiete
Die Französischen Süd- und Antarktisgebiete (Terres australes et antarctiques françaises, TAAF) sind - mit Ausnahme des auf dem antarktischen Kontinent gelegenen Adelieland - ein französisches Überseegebiet. Das Territorium umfasst die Inseln Amsterdam und Sankt-Paul, die Crozetinseln sowie seit 2007 die tropischen Îles Éparses. Die Zugehörigkeit des Adelielands zum Territorium ist aufgrund des Antarktisvertrages völkerrechtlich nicht anerkannt. Im Gebiet südlich von 60 Grad südlicher Breite übt Frankreich seine Gebietshoheit daher nur im Rahmen der Bestimmungen des Antarktisvertrages von 1959 und des Umweltschutzprotokolls zum Antarktisvertrag von 1991 aus. Die französischen subantarktischen Inseln liegen im Indischen Ozean südöstlich von Afrika und haben eine Gesamtfläche von 7.781 km². Das Antarktisgebiet Adelieland umfasst eine Fläche von 432.000 km², die Îles Éparses befinden sich bei Madagaskar und haben eine Fläche von 39 km². Präfekt und oberster Verwalter des Territoriums ist seit 2008 Rollon Mouchel-Blaisot mit Sitz in Saint-Pierre auf Réunion außerhalb des Territoriums. Das Territorium ist kein Teil der Europäischen Union, der Euro ist jedoch offizielles Zahlungsmittel. Das Territorium ist rechtsfähig, gilt aber mangels permanenter Bevölkerung nicht als Gebietskörperschaft. Es hat keine gewählte Versammlung und entsendet keine Vertreter in das französische Parlament.

Webseite: http://www.taaf.fr


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