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Südvietnam

Südvietnam
Südvietnam bezeichnet mehrere historische Staaten, die 1954 aus der Teilung von Vietnam nach der französischen Niederlage in der Schlacht von Điện Biên Phủ im Indochinakrieg entstanden sind. Die offiziellen Namen lauteten von 1954 bis 1955 Staat Vietnam (Quốc gia Việt Nam), danach bis 1975 Republik Vietnam (Việt Nam Cộng Hòa). Nach der Kapitulation am Ende des Vietnamkriegs wurde die kommunistisch dominierte Republik Südvietnam (Cộng Hòa Miền Nam Việt Nam) etabliert, welche im Juli 1976 mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam vereinigt wurde. Südvietnams Hauptstadt war Saigon. Die autoritäre antikommunistische Regierung von Ngô Đình Diệm (Ngo Dinh Diem) lehnte die Vereinbarungen der Indochinakonferenz ab, verhinderte die für das Jahr 1956 vorgesehenen gesamtvietnamesischen Wahlen und verteidigte mit Hilfe der USA das Land gegen Nordvietnam und den Vietcong. In Südvietnam entstand auf Betreiben Nordvietnams der Vietcong, dessen Popularität unter der Bevölkerung durch geschickte Propaganda und Einschüchterung zunächst rapide anstieg. Infolge dieser Probleme kam es 1964 zum Vietnamkrieg, der sich, abgesehen von US-amerikanischen Luftangriffen auf nordvietnamesische, kambodschanische und laotische Ziele, hauptsächlich auf südvietnamesischem Boden abspielte und dem Land schwere Verwüstungen einbrachte. Am Vietnamkrieg nahmen neben den Hauptkriegsparteien USA, Südvietnam, Nordvietnam und dem Vietcong auch Australien, Neuseeland und Südkorea teil. Die Volksrepublik China beteiligte sich offiziell nur indirekt; auch die anderen Ostblockstaaten, insbesondere die Sowjetunion, unterstützten Nordvietnam lediglich indirekt mit massiven Waffenlieferungen. Ab 1968 versuchten die USA mehr und mehr, den Krieg zu vietnamisieren. Sie schränkten ihr direktes Engagement immer mehr ein und versuchten die Hauptlast der militärischen Operationen der Südvietnamesischen Armee zu übertragen. Diese neue Politik fand ihren Abschluss im Jahre 1973, als die letzten US-amerikanischen Truppen Südvietnam nach dem Abschluss der Pariser Friedensverträge verließen. Zwei Jahre nach dem US-amerikanischen Abzug unterlag am 30. April 1975 die südvietnamesische Regierung den Truppen Nordvietnams, welche seit dem Dezember 1974 den Waffenstillstand gebrochen hatten. Die danach ausgerufene Republik Südvietnam wurde am 2. Juli 1976 mit Nordvietnam zur Sozialistischen Republik Vietnam wiedervereint.


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