ZEFYS > Erscheinungsländer
 

Runcorn

Runcorn
Runcorn ist eine Stadt in der Unitary Authority Halton in England und liegt auf der Südseite des Flusses Mersey etwa 20 Kilometer östlich von Liverpool. Sie hat 61.330 Einwohner . Der Name der Stadt leitet sich aus der Zeit der Sachsen ab; die Siedlung hieß Rumcofan. Die Herrscherin des Königreichs Mercia, Aethelflead, errichtete in Runcorn eine Festung zum Schutz der nördlichen Grenze des Königreichs vor den Wikingern. Die erste urkundliche Erwähnung Runcorns bezieht sich auf den Besuch Aethelflead 915. Gleichwohl ist Runcorn nicht im Domesday Book von 1086 aufgeführt, obwohl dort die benachbarten Orte Halton, Weston, Aston, Sutton und Stockham erwähnt sind. Entweder zählte Runcorn damals zu Halton oder es wurde für zu unbedeutend gehalten, um in das Domesday Book aufgenommen zu werden. Zur Zeit der Normannen teilte Hugh d'Avranches, der Earl of Chester, sein Herrschaftsgebiet in Baronien. Die Baronie Halton erhielt die Herrschaft über die anderen Baronien. Der erste Baron von Runcorn, Nigel, errichtete 1071 eine Motte (Burg auf einem Hügel) auf dem Halton Hill. Von Halton Castle ist heute nur noch eine Ruine erhalten. 1115 gründete der Sohn von Baron Nigel, Willialm Fitznigel, eine Augustiner-Priorei in Runcorn. Diese wurde 1134 nach Norton, ca. 6 km von Runcorn entfernt, verlegt. Die Barone von Halton unterstützten die Priorei bis 1200 finanziell. 1391 wurde sie zur Abtei erhoben. 1536 wurde das Kloster aufgegeben und einige Jahre später verkauft. Die Abtei zählt heute neben Halton Castle zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Runcorns. Während des englischen Bürgerkriegs war die Burg in der Hand der Monarchisten, angeführt von Earl Rivers, dem Steward of Halton. Es fiel zweimal (1643 und 1644) den Parlamentariern in die Hände. Heute besteht Runcorn aus dem old town, der während der industriellen Revolution entstand, und aus dem new town, der in den 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts gebaut wurde.


Hinweis: ZEFYS nutzt zur Anreicherung von Daten Informationen aus frei zugänglichen Internet-Ressourcen (z.B. Wikipedia, dbpedia, u.a.). Die auf diese Weise angezeigten Texte und verlinkten Dokumente liegen in der alleinigen Verantwortung des jeweiligen Betreibers, insbesondere können in diesen Texten enthaltene fehlerhafte Hyperlinks nicht durch die Staatsbibliothek zu Berlin korrigiert werden - wir bitten um Verständnis.