Die Tagszeitung „Neues Deutschland“ – erstmalig erschienen am 23. April 1946 – war die erste überregionale Tageszeitung im Osten Deutschlands, die direkt durch die SED herausgegeben und finanziert wurde. Dadurch konnte sich diese Zeitung im zentralistisch geplanten Zeitungsmarkt der späteren DDR ab 1949 zum politischen Leitmedium entwickeln und war 1989 neben dem FDJ-Organ „Junge Welt“ die auflagenstärkste Tageszeitung.
Eine besonders intensive Widerspiegelung der parteioffiziellen Geschehnisse, aber auch die tägliche Berichterstattung zu Kunst, Literatur, Sport und Sozialem u. v. a. verleihen ihr singulären Quellenwert. Der Umfang der auch im Ausland weit verbreiteten Zeitungsausgaben seit Erstveröffentlichung bis zum 3. Oktober 1990 beträgt ca. 168.000 Einzelseiten.